Verfahrenstechniken

Prägemaschinen werden nach ihrem Funktionsprinzip gegliedert. Man unterscheidet die Verfahren:

FLACH-FLACH (Hubmaschinen)
RUND-FLACH (Zylindermaschinen)
RUND-RUND (Rotationsprägemaschinen)

Die Auswahl des geeigneten Maschinentyps für eine Prägeanwendung ist abhängig von:
- Art und Größe des Motivs
- Auflage und Ausbringungsmenge
- Bogen- oder Rollenverarbeitung

Flach - Flach

Prägewerkzeug und Gegendruckform sind flach.

Die Prägung erfolgt in einer Hubbewegung.

Mittels Druck und Temperatur überträgt das Prägewerkzeug die Folie.

Ein höherer Druck sowie eine längere Übertragungszeit (Sitzzeit) sind einstellbar.

Das FLACH-FLACH-Verfahren ist dadurch ideal für tiefe Relief- und Strukturprägungen.

Rund - Flach

Das flache Prägewerkzeug ist auf dem Maschinenfundament befestigt (FLACH). Der Gegendruck wird durch einen Prägezylinder (RUND) erzeugt. Der Prägezylinder transportiert den Papierbogen und rollt ihn über dem flachen Prägewerkzeug ab. Die Übertragung der Prägefolie erfolgt hierbei durch Linienberührung.

Die RUND-FLACH Verfahren hat folgende Vorteile:

Lufteinschlüsse werden durch Linienberührung vermieden.

Flächige Motive sind bei relativ geringem Druck realisierbar.

Man erhält randscharfe Prägungen durch die kurze Kontaktzeit.

Rund - Rund

Sowohl das Prägewerkzeug als auch die Gegendruckform sind rund. Die Übertragung der Folie erfolgt durch Linienkontakt. Die Kontakzeit ist extrem kurz. Das Verfahren ist geeignet für Bogen- und Rollenverarbeitung.

Das RUND-RUND Verfahren weist folgende Besonderheiten auf:

Hohe Produktionsgeschwindigkeit.

Geeignet für große Auftragsmengen.

Lufteinschlüsse werden durch Linienberührung vermieden.

Flächige Motive sind bei relativ geringem Druck realisierbar.

Man erhält randscharfe Prägungen durch die kurze Kontaktzeit.